Jan202010

Norwegen – charmant und rau zugleich

Zweifelsfrei gehört Norwegen zu den wohl beliebtesten der nordischen Länder und hat sich dadurch natürlich weltweit eine immense Aufmerksamkeit erkämpfen können. Es ist vor allem die Vielfalt des Landes, die sich zu einem wichtigen Anziehungspunkt entwickeln konnte. Dabei lässt sich ein echter Favorit erkennen. Gerade in den letzten Jahren entwickelte sich die Südküste des Landes zum Reiseziel Nummer eins in Norwegen. Im Jahr 2005 waren allein 495.000 deutsche Gäste in der Region. Neben den zahlreichen Städten, die sich im Süden von Norwegen befinden, sind es insbesondere die malerischen Küstenregionen, die sich einen Namen machen konnten. Die Südküste von Norwegen präsentiert sich dabei im Grunde immer von einer charmant liebevollen Seite. Im Süden ist das Klima angenehm und die Natur präsentiert sich dem menschlichen Auge mit einem harmonischen Gesicht.

Abwechslungsreicher und abenteuerlicher wird es hingegen, wenn man den Weg in den Norden des Landes sucht. Im Norden von Norwegen ist es rau. Die zahlreichen Bergmassive und die endlos langen Fjorde locken Abenteurer und Individualisten jedes Jahr in den Norden. Norwegen selbst zeigt sich dabei immer von einer sportlichen Seite und konnte sich dadurch als ein Reiseziel für Aktivreisende einen Namen. Während im Winter zahlreiche Schlittenhunderennen eine ganz besondere Faszination im Norden wecken, locken im Süden des Landes Biathlon und Skispringen internationale Sportfans.

Aug272009

Afghanistan zählt – wer wird regieren

Die Bürger Afghanistans haben gewählt. Die Stimmen werden ausgezählt und nach ersten Hochrechnungen kündigt sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem bisherigen Regierungschef und dem Oppositionsführer an. Es sollte eine demokratische Wahl werden, doch bereits beim Auszählen der Stimmen zeichnet sich ab, dass Afghanistan auch in dieser Beziehung weit von einer Demokratie entfernt ist.
Beide Seiten haben bereits begonnen, der anderen Wahlbetrug anzudichten. Natürlich ist nicht bekannt, ob tatsächlich an mancher Stelle betrogen wurde, doch verdeutlicht das Gebaren beider Lager, wie zerstritten Regierung und Opposition ist. Bombenanschläge und Selbstmordattentate verursachen weitere Unruhe in dem Land, in welchem immer mehr ausländische Soldaten ihr Leben lassen müssen.
Immer öfter muss man sich die Frage stellen, ob Afghanistan überhaupt bereit ist für Demokratie. Die Zahl der ausländischen getöteten oder verwundeten Opfer steigt jedenfalls steil an und lässt die Vermutung aufkommen, dass die westliche Hilfe in großen Teilen der Bevölkerung nicht angenommen wird.
Die Wahl könnte dazu führen, dass sich die Lage im Land weiterhin verschlechtert.

Jun252009

Vulkane in Zahlen

Beim Massensterben vor 251 Millionen Jahren sollen die Vulkanausbrüche 600.000 Jahre lang angedauert haben. Durch die gewaltigen Mengen an Kohlendioxid wurde ein Treibhauseffekt erzeugt, der die Temperatur global um 10 Grad Celsius angehoben hat. Die Dinosaurier starben übrigens erst vor 65 Millionen Jahren. Nicht von heute auf morgen, denn es dauerte 800.000 Jahre, in denen Vulkane erneut unglaubliche Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre geschleudert haben. Der größte Vulkanausbruch der letzten 1.000 Jahre war vermutlich der indonesische Tambora im Jahr 1815. Damals sollen über 100.000 Menschen im Ascheregen und in den Flutwellen ums Leben gekommen sein. Mit 30.000 Opfern noch immer einer der schlimmsten Ausbrüche war der Nevado del Ruiz im Jahr 1985. Und heute? Über 1.900 mehr oder weniger aktive Vulkane sind bekannt. Forscher befürchten, dass uns gewaltige Vulkanausbrüche noch bevorstehen. So ist der Supervulkan Yellowstone längst überfällig. Aber auf wieviele 1.000 Jahre genau kann man das schon vorhersagen?

Dez192008

Basalt

Basalt ist ein basisches (SiO2armes) Ergussgestein. Basalt besteht vor allem aus einer Mischung von Eisen- und Magnesiumsilikaten mit Olivin und Pyroxen sowie calciumreichem Feldspat. Basalt ist das vulkanische Äquivalent zum Gabbro (Plutonit), der die gleiche chemische Zusammensetzung hat.

Als Diabas und Melaphyr werden geologisch alte Basalte bezeichnet, die außerdem eine leichte Veränderung ihres Gefüges und ihrer Mineralzusammensetzung durch Metamorphose erfahren haben.

Basalt entsteht, wenn dünnflüssiges, kieselsäurearmes Magma an der Erdoberfläche austritt und relativ schnell zu Basaltlava erkaltet. Basalt ist für gewöhnlich dunkelgrau bis schwarz. Er besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen Grundmasse. Gröbere, mit bloßem Auge zu erkennende Einsprenglinge sind relativ selten, können aber bei einigen Basaltvarietäten häufiger vorkommen.

Die Erscheinungsform erkalteter basaltischer Lava ist hauptsächlich von zwei Faktoren abhängig. Eruptierte Lava kühlt recht schnell aus zu einem zusammenhängenden Gesteinsgefüge, welches je nach Temperatur und Gasgehalt als Pahoehoelava oder als Aalava erstarrt. Findet die Abkühlung jedoch verzögert statt, entstehen durch das Zusammenziehen oft mehreckige lange Basaltsäulen, die sich senkrecht zur Abkühlungsfläche bilden. Gern bilden sich sechseckige Säulen. Eine eher selten auftretende Erscheinungsform des Basaltes ist der Kugelbasalt, die man bevorzugt an Rändern von Basaltlagerstätten findet.

Dez172008

Semeru

Der Semeru (bekannt auch als Mahameru) ist ein Stratovulkan, der mit 3.676 Metern Höhe zugleich der höchste Berg der indonesischen Insel Java ist. Er befindet sich im östlichen Teil von Java und liegt südöstlich von Surabaja im Bromo Tengger Semeru National Park. Der Semeru hat einen Kraterdurchmesser von rund 500 Metern.

Dieser Vulkan gilt als einer der schönsten, aber auch als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane unserer Erde. Seit dem Jahr 1800 gab es über 50 Ausbrüche, darunter 10 größere Vulkanausbrüche.

Foto: Thomas Hirsch